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07.05.21, 15:10

                  

            

                  

CREAPOLIS-Talk von GPeV-Berater Prof. Dr. Niko Kohls am 6. Mai

                

Für weitere Informationen zur Veranstaltung"ZUKUNFTSDESIGN-CREAPOLIS-TALK" klickenSie auf das Veranstaltungsprogramm.

                        


              

Nachlese: Zum Mitschnitt auf Youtube geht es hier entlang


Impfen und dann? Prävention und Gesundheitsförderung nach Corona

„There is no glory in prevention – In der Prävention liegt kein Ruhm“. Diesen Satz kennen Gesundheitswissenschaftler nur zu gut und auch in der aktuellen Corona-Pandemie zeigt sich: Was durch vorgeplante Maßnahmen gar nicht erst eintritt, erhält wenig Anerkennung. Grund genug, um diesem wichtigen Baustein der Gesundheitsförderung Aufmerksamkeit zu schenken.

Das Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Gerade während der Corona-Krise wurde die Bedeutung von Gesundheitsförderung und Prävention mehr als deutlich. Prävention zielt darauf ab, Risikofaktoren möglichst früh zu erkennen und zu neutralisieren. Gesundheitsförderung hingegen konzentriert sich darauf, Ressourcen und Potenzialen von Menschen zu stärken und Schutzfaktoren aufzubauen. Mitunter können Prävention und Gesundheitsförderung sogar im Gegensatz zueinanderstehen. Beispielsweise dann, wenn in Pflegeeinrichtungen „social distancing“ eingesetzt wird, um eine COVID-Infektion älterer oder erkrankter Menschen zu verhindern. Gleichzeitig nimmt man dabei in Kauf, dass ihre sozialen Lebensfäden abgeschnitten werden. Wie soll eine Gesellschaft mit diesen schwierigen Fragen umgehen, nicht nur während, sondern vor allem auch nach der Coronakrise?

Der Talk will nicht nur den wissenschaftlichen Stand der Diskussion darstellen, sondern auch die gesellschaftliche Bedeutung des Themas „Impfen und dann?“ vor dem Hintergrund der Corona-Krise beleuchten. Dazu diskutieren Prof. Dr. Ursula Engelen-Kefer, ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds, und Johannes Singhammer, Bundestagsvizepräsidenten a.D., gemeinsam mit der Pflegewissenschaftlerin  Prof. Dr. Astrid Herold Majumdar sowie dem Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für Prävention e.V.,  Prof. Dr. Mathias Bellinghausen.

Vier Experten aus Politik und Wissenschaft

  •     Johannes Singhammer, Vizepräsident a.D. des Deutschen Bundestages
  •     Prof. Dr. Ursula Engelen-Kefer, Vizepräsidentin des Sozialverband Deutschland (SoVD), Langjährige stellvertretende Vorsitzende des DGB
  •     Prof. Dr. Mathias Bellinghausen, Prodekan der Fakultät Sportmanagement an der Hochschule für angewandtes Management München und Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft für Prävention gem. e.V.
  •     Prof. Dr. Astrid Herold-Majumdar, Pflegewissenschaftlerin, Hochschule München

Wann

Donnerstag, 6. Mai 2021
18:30 bis 20:30 Uhr

WO

Link zum Youtube-Livestream

Programm

18.30 Uhr
Begrüßung und Einführung in das Thema

18.50 - 20.00 Uhr
Fachvorträge

    Prävention als politischer Königsweg, Johannes Singhammer
    Vortrag von Prof. Dr. Ursula Engelen-Kefer
    Strukturen und Multiplikatoren in der kommunalen Gesundheitsförderung, Prof. Dr. Mathias Bellinghausen
    Resilienz – Verpasste Chance der Pandemiebewältigung, Prof. Dr. Astrid Herold-Majumdar

Anschließend Virtuelle Podiums- und Publikumsdiskussion

Moderation: Prof. Dr. Niko Kohls und Dr. Markus Neufeld, CREAPOLIS

Der Talk findet in Kooperation mit der Gesellschaft für Prävention gem. e.V. (GPeV) statt.

 

 


Zur Person:

Der Medizinpsychologe Prof. Dr. phil. Dr. habil. med. Niko Kohls beschäftigt sich seit mehr als 25 Jahren wissenschaftlich mit den Zusammenhängen von Achtsamkeit und Selbstregulationsfähigkeit und ihren Zusammenhang mit Gesundheit, Wohl-befinden aber auch Krankheit und Schmerz. Er studierte Psychologie an den Universitäten Jena und Freiburg und arbeitete danach einige Jahre als Berater im Gesundheitsbereich.

Nach seiner Promotion in Psychologie war er einige Jahre in England als Postdoktorand tätig. Im Jahr 2008 etablierte er ein innovatives Forschungsprogramm „Psychophysiologie des Bewusstseins“ an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, das sich der Erforschung von neuro-, gesundheits- und organisationswissenschaftlich relevanten Aspekten von Achtsamkeit und Spiritualität widmete.

Im Jahr 2012 habilitierte er sich für das Fach Medizinische Psychologie an der LMU München mit der Arbeit „Achtsamkeit und Spiritualität als potentielle Gesundheitsressourcen. Seit September 2013 ist er an der Hochschule Coburg als Professor für Gesundheitswissenschaften im Fachbereich Gesundheitsförderung tätig. Im selben Jahr wurde Niko Kohls von dem Netzwerk „Weimarer Visionen“ mit dem „Amalia-Preis für Neues Denken“ in der Kategorie Wissenschaft ausgezeichnet, 2014 bekam der Preis der Hochschule für exzellente Lehre verliehen. 

2017 bis 2018 arbeitete er in der wissenschaftlichen Expertenkommission des GKV-Spitzenverbandes für das § 20 SVB V Handlungsfeld Stressbewältigung und Entspannung mit. 2018 wurde er in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste zu Salzburg berufen.