Familie

Hintergrund und Zielgruppe:

Die Lebenswelt der Familie zeigt eine enge Verbindung mit anderen Lebenswelten und deckt die Lebensspanne in verschiedenen Rollen ab – als Sohn oder Tochter, Bruder oder Schwester oder als Elternteil. Insbesondere zeigt sich eine enge Verbindung zur Lebenswelt Kommune, in der oft Zuständigkeiten und Angebote für Familien zu finden sind (Bürgerzentren, Volkshochschulen etc.) stattfinden. Damit auch sozioökonomisch schwächer gestellte Personen davon partizipieren, ist auf ein möglichst niedrigschwelliges Angebot zu achten. Neben konkreten Angeboten durch die Kommune bieten weitere Netzwerke und Plattformen professionelle Unterstützung zur familienbezogenen Gesundheitsförderung und Prävention. Erste Anlaufstellen sind beispielsweise: „Bündnis für Familie“, „Gesundheit für alle – PARTNERPROZESS“, „Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie“ oder „Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen“. Besonders werdende und junge Familien zeigen sich in ihrer Lebenssituation sehr aufgeschlossen gegenüber Themen der Gesundheitsförderung. Demgegenüber sind Alleinerziehende oftmals in einer herausfordernderen Lage. Demzufolge zeigen sich bei diesen Personen häufig gesundheitliche Risiken, vor allem durch höhere psychische Belastungen.
Dass die Familie eng mit weiteren Lebenswelten in Verbindung steht, veranschaulicht das Setting Kita, Schule oder Betrieb. Hierbei werden nicht nur Kinder mit ungünstigeren Gesundheitschancen erreicht, sondern ebenso können Gespräche und Projekte einen wertvollen Einfluss auf die gesundheitlichen Rahmenbedingungen in den Familien erzielen. Auch Arbeitgeber können Familiensituationen berücksichtigen.

 

Herausforderung/ Besonderheiten:

  • Enge Verzahnung zu weiteren Lebenswelten
  • Komplexe und heterogenes Familienumfeld und -situationen: sozio-ökonomische, bildungsmäßige, interkulturelle oder religiöse Aspekte sind zu berücksichtigen
  • Alleinerziehende häufig durch sozioökonomisch Lage als besonders vulnerable Zielgruppe
  • Umgang mit gesundheitlichen Themen in der Kindheit prägt weiteren Lebensstil, hohes Adaptionsverhalten des Lebensstils der Eltern ist nachweisbar
  • Erreichbarkeit und Verfügbarkeit der Angebote anderer Lebenswelten und deren Gestaltung in gesundheitlicher Hinsicht (u.a. Kita, Schule oder Beruf)