Pflege

Hintergrund und Zielgruppe:

In Deutschland werden etwa 860.000 Menschen in einer von 14.500 stationären Pflegeeinrichtungen betreut. Ein Blick auf die Altersstruktur zeigt, dass über 70 Prozent der pflegebedürftigen Menschen 80 Jahre und älter sind. Diese Zahlen verdeutlichen, dass Prävention in der Pflege älterer Menschen anders gedacht werden muss, als es in anderen Settings größtenteils der Fall ist. Exemplarisch steht in diesem Setting neben Sturzprophylaxen und anderen altersbedingten Erkrankungen die Stärkung der psychosozialen Gesundheit mit Hinblick auf degenerativen Erkrankungen, wie Alzheimer-Demenz und Parkinson verstärkt im Vordergrund.

Natürlich stehe auch soziale Aspekte wie Vereinsamung im Alter im Blickpunkt. Entsprechende Leistungen der Pflegekassen zur Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen sind nach § 5 SGB XI geregelt. Ferner sind Personen unabhängig von Leistungen zur Prävention aufgrund ihrer Beeinträchtigungen von der Alltagsgestaltung bis hin zur sozialen Teilhabe auf Unterstützung angewiesen. Diese Unterstützung und Versorgung in den stationären Pflegeeinrichtungen werden durch die rund 765.000 Beschäftigten sichergestellt. Durch die fast ebenso große Anzahl an Beschäftigen in Pflegeeinrichtungen gilt es die Gesundheitsförderung nicht nur im Sinne der Prävention für Pflegebedürftige anzugehen, sondern diese mit Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung nach §20b SGB V in der Pflegeeinrichtung zu kombinieren.

Thematisch angrenzend sind zu Pflegende, die ganz oder teilweise privat betreut werden. Hier sind die herausfordernden Umstände für die Angehörigen ebenfalls zu berücksichtigen – bspw. Vereinbarkeit Pflege und Beruf oder Pflege und Familie. Maßnahmen fallen hier schließlich in mehrere Lebenswelten.

 

Herausforderung/ Besonderheiten:

  • psychosoziale Gesundheit erhalten, fördern oder wiederherstellen
  • Verbesserung des Ernährungsangebotes, Mangelernährung der Pflegebedürftigen vermeiden
  • Gesundheitsförderung der Beschäftigten
  • Steigerung der körperlichen Aktivität der Pflegebedürftigen
  • Mangel an Fachkräften in der stationären Pflege