2022 neu im Bücherregal: Gesundheit im Unternehmen der Zukunft

Aktualisiert: 10. Juli

Beatrix von Eycken, Valentina Horst und Mathias Bellinghausen legen eine neues, praxisnahes Buch zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement vor ("Gesundheit im Unternehmen der Zukunft. Gesetzeskonformität und Nachhaltigkeit im BGM".


"Über eine fundierte Psychische Gefährdungsbeurteilung in ein systematisches BGM mit betrieblicher Gesundheitskompetenz" - könnte eine Zusammenfassung des Inhalts sein, der durch ein Kompendium ("BGM-Wiki") und Experteninterviews ergänzt wird. Darunter:

  • Hubert Henkemeier: Arbeitsschutz und BGM im Handel

  • Kai Wiedemann: Betriebliches Gesundheitsmanagement in einem produzierenden Gewerbe

  • Frank Scheelen: BGM aus der Sicht der Unternehmensberatung

  • Susanne Lücke: Fördermöglichkeiten im Betrieblichen Gesundheitsmanagement

  • Karolin Schilp: Betriebliches Gesundheitsmanagement und Betriebliches Eingliederungsmanagement

  • Michael Paul Herbst: Führung und BGM



So schreibt der Verlag:

Die Anforderungen an Unternehmen verändern sich. Nicht erst seit Corona ist klar, dass aufgrund der äußerlichen Gegebenheiten von Fachkräftemangel und demographischem Wandel ein „weiter so“ nicht möglich ist. Ein Kulturwandel für die Wirtschaft ist notwendig und teilweise auch schon im Gange: Der Erhalt von Gesundheit und Arbeitsfähigkeit gerät immer mehr in den Fokus. Hier setzt diese Veröffentlichung an. Sie bietet einen Überblick über die verschiedenen Bereiche, die auf die Mitarbeitergesundheit im Unternehmen Einfluss haben, wie z.B. Arbeitsschutz, BEM, die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung, BGM und BGF. Die Begriffe werden erläutert und Inhalte diskutiert. Eine Studie zum Empowerment ergänzt die Themenfelder. Interviews mit ExpertInnen aus der Wirtschaft und mit BeraterInnen beleuchten aktuelle Problemfelder, wie z.B. die Akzeptanz des BGM oder auch die Frage nach den Unterstützungsmöglichkeiten. Ein ausführliches Glossar vervollständigt das Kompendium.


Auszug aus dem Vorwort:

(...) Während größere Unternehmen eigene Gesundheitszirkel unterhalten, fehlen kleineren und mittleren Unternehmen häufig Ressourcen und/ oder entsprechende Budgets, oder das entsprechende Knowhow. So haben sich in den vergangenen Jahren echte „Vorzeige-unternehmen“ in Sachen Gesundheit entwickelt, doch viele wissen nicht genau, wie die Umsetzung erfolgen soll, und wiederum viele haben noch gar nicht angefangen. So kön-nen sechs Jahre nach der gesetzlichen Verpflichtung zur Durchführung einer psychischen Gefährdungsbeurteilung und der schärfer werdenden Sanktionierung bei Ausbleiben der-selben, bis 2019 gerade mal rund 40% der Unternehmen eine dokumentierte psychische Gefährdungsbeurteilung vorweisen. Es darf berzeifelt werden, dass sich dies während er Corona-Pandemie stark verändert hat. Dabei wäre gerade eine darauf angepasste Gefähr-dungsbeurteilung auch ein gelungenes „Reboarding-Tool“ nach langen Zeiten des Home-office.

In der Praxis finden wir oft Unternehmen, die die so genannte „Klammer“ um das gesamte Thema nicht sehen oder nicht wissen, wie sie starten sollen. Das ist nicht verwunderlich, da das Thema Gesundheit, inklusive Prävention und Gesundheitsförderung, in sich schon sehr komplex ist, und in der bestmöglichen Anwendung auf jedes einzelne Unternehmen (Setting) und auf jeden einzelnen Menschen (Individualansatz) eine große Herausforde-rung darstellt.

Hier kommt die Gesundheitskompetenz ins Spiel. Einfach ausgedrückt: wir können nur die richtigen Maßnahmen finden, wenn wir den Umgang mit Prävention und Gesundheit (hier im Rahmen eines BGM) auch verstehen und analysieren können. Dies wiederum kann ich nur, wenn ich Kenntnis darüber habe. Der Grundstein für die Erlangung einer solchen Kompetenz, in der Taxonomie vom Kennen über Verstehen bis hin zum Anwenden, liegt vorrangig in entsprechenden Qualifizierungsmaßnahmen. Im Individualansatz ist diese Gesundheitskompetenz schon seit Jahren ein etablierter Begriff. Wir haben uns der Her-ausforderung angenommen, eine „Betriebliche Gesundheitskompetenz“ zu entwickeln, und diese schließlich empirisch zu überprüfen. Erkenntnis aus unserer Arbeit aus Theorie und Praxis sind für die Herleitung der Betrieblichen Gesundheitskompetenz herangezogen worden. Relevante Schlagwörter, Informationsquellen bis hin zu Studienangeboten haben wir Ihnen hier in Form eines Ratgebers zusammengefasst. Damit soll das Buch auch als dauerhaftes Nachschlagewerk fungieren. (...)

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