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Vier Jahre „POWERPLAY“: Wie zukunftsweisende Verhältnisprävention die Kita-Landschaft revolutioniert

  • 15. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Der Grundstein für ein langes, gesundes Leben wird bereits in den ersten Lebensjahren gelegt. Angesichts steigender Prävalenzen von Bewegungsmangel, Fehlernährung und psychosozialen Belastungen im Kindesalter steht das deutsche Gesundheitswesen vor einer enormen public-health-relevanten Aufgabe. Reine Verhaltensprävention greift oft zu kurz. Was es braucht, ist eine tief greifende, lebensweltbezogene Verhältnisprävention, die Kinder genau dort abholt, wo sie täglich lernen und spielen: in der Kindertageseinrichtung. Genau an dieser Schnittstelle setzt das Kooperationsprojekt POWERPLAY an, das nun mit großem Erfolg in sein viertes Projektjahr startet. Es demonstriert eindrucksvoll, wie die enge Verzahnung von Bewegungsförderung, gesunder Ernährung, psychosozialer Resilienz und ökologischer Nachhaltigkeit im Alltag nachhaltige Gesundheitskompetenzen verankern kann.


Das Erfolgsrezept: Ein modulares System für maßgeschneiderte Prävention

Ein wesentliches Merkmal von POWERPLAY ist seine konsequente Orientierung am realen Bedarf der Einrichtungen. Statt starrer Vorgaben setzt das Projekt auf ein hochflexibles, modulares System. Basierend auf einer individuellen Bedarfsanalyse wählt jede teilnehmende Kita aus insgesamt 13 bis 20 innovativen Themenmodulen – den sogenannten „Lern-Nuggets“ – ihre Schwerpunkte aus. Ob Kinder-Yoga, Bewegungsparcours, altersgerechtes Upcycling oder spielerische Umweltbildung: Diese kurzen Einheiten lassen sich nahtlos in den täglichen pädagogischen Ablauf integrieren, ohne das Personal zusätzlich zu überlasten.

Ein besonderer Sympathieträger des Programms ist die pädagogische Puppe „Paula-Powerplay“. Als Symbolfigur hilft sie Kindern dabei, sich in emotionale und soziale Situationen einzufühlen, Ängste zu thematisieren oder Konflikte spielerisch zu lösen.


Kooperation und Multiplikation: Von Düsseldorf nach Münster

Das Projekt wurde 2023 als Gemeinschaftsinitiative der KinderUmweltAkademie unter der Leitung von GPeV-Botschafterin Angela Fedlmeier, dem gemeinnützigen Verein Klasse in Sport e.V. rund um den Präventionswissenschaftler Prof. Dr. Mathias Bellinghausen sowie der VIACTIV Krankenkasse und der Landeshauptstadt Düsseldorf initiiert. Was als ambitioniertes Pilotprojekt mit jährlich 20 Düsseldorfer Kindertagesstätten startete, hat mittlerweile eine beachtliche Dynamik entwickelt. Die positiven Resultate führten dazu, dass das Konzept expandierte: Seit dem Kitajahr 2025 profitieren auch ausgewählte Pilot-Kitas in Münster von diesem ganzheitlichen Gesundheitsansatz.


Der Erfolg beruht auf einem Dreiklang der Zielgruppenansprache:


  1. Fachkräfte-Schulung: Pädagogisches Personal wird intensiv fortgebildet und durch Materialien dauerhaft befähigt, präventive Methoden langfristig im Alltag zu etablieren.


  2. Elterneinbindung: Über interaktive „Powerplaygrounds“ (Eltern- und Mitmachnachmittage) und Informationsangebote schwappen die gesunden Impulse direkt in das familiäre Lebensumfeld über.


  3. Wissenschaftliche Fundierung: Um die Wirksamkeit der gesundheits- und umweltbezogenen Interventionen evidenzbasiert zu belegen, wird das Projekt kontinuierlich wissenschaftlich evaluiert.


Ausgezeichnete Qualität im Sinne nationaler Gesundheitsziele

Dass POWERPLAY keine Eintagsfliege ist, zeigt nicht nur der Sprung ins vierte erfolgreiche Projektjahr, sondern auch die offizielle Anerkennung auf Bundesebene: Genau wie das schulische Basisprogramm wurde auch das Kita-Projekt POWERPLAY mit dem renommierten IN FORM-Label der Bundesregierungsinitiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung ausgezeichnet. Damit leistet das Vorhaben einen direkten Beitrag zur Erreichung der nationalen Gesundheitsziele und entlastet das deutsche Gesundheitssystem präventiv an seiner empfindlichsten und zugleich wirksamsten Stelle: der frühen Kindheit.


Das Projekt POWERPLAY beweist im vierten Jahr seines Bestehens eindrucksvoll, dass gesundheitliche Chancengerechtigkeit bereits im Kindergartenalter beginnen muss. Durch die kluge Verzahnung von Gesundheitsförderung und Umweltbildung lernen Kinder nicht nur, sich gesund zu verhalten, sondern entwickeln auch ein tiefes, nachhaltiges Verständnis für ihre Lebensumwelt.

Ein besonderer Dank gilt in diesem Kontext GPeV-Botschafterin Angela Fedlmeier sowie sämtlichen Projektpartnern: Ihr unermüdlicher, praxisnaher und von Herzen geführter Einsatz schafft ein starkes, zukunftsorientiertes Fundament für eine humanere, präventiv ausgerichtete Versorgungslandschaft in Deutschland.

 
 

Addresse

GPeV - Gesellschaft für Prävention e.V.
Lengsdorfer Hauptstraße 38
D-53127 Bonn

VR: Amtsgericht Bonn 8855
StNr. 206/5887/1770
Deutsche Apotheker- und Ärztebank, IBAN: DE38 300 6060 1000 718 6398, BIC: DAAEDEDDXXX

Kontakt

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Peter Schlink
Tel.: +49 (0)228 - 97 64 97-0
Fax: +49 (0)228 - 97 64 97-7
E-Mail:  info@gpev.eu

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Gemeinnützigkeit

Die GPeV verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.
Die GPeV ist wegen Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege durch Freistellungsbescheid des Finanzamtes Bonn-Außenstadt, StNr. 206/5887/1770 vom 16.04.2024 als gemeinnützig (steuerbegünstigten Zwecken dienend) anerkannt und von der Körperschaftssteuer befreit, da sie ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigten gemeinnützigen Zwecken (gem. §§ 51 ff. AO) dient.

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